Annabelle & Max

Dies ist die Geschichte von Annabell und Max. Sie starben, am 08.Mai 2009, im Alter von fünf und vier Jahren. Die Mutter tötete sie aus Eifersucht auf den Vater, welchen die Kinder nicht lieben sollten.

Im Frühjahr 2008 trennt sich die 42-jährige Mutter, die als intelligent aber hysterisch und eifersüchtig beschrieben wird, überraschend vom Kindsvater und zieht mit den gemeinsamen Kindern von Köln nach Schorndorf-Miedelsbach (Rems-Murr-Kreis, nahe Stuttgart), in eine Doppelhaushälfte. Finanziell ging es der Familie gut, jedoch lebten die Kinder seit der Trennung unter enormem psychischem Druck. Die Mutter versuchte verbissen das alleinige Sorgerecht zu erstreiten und „dämonisierte“ den verhassten Exmann vor ihren Kindern.

Sie beschuldigte den Vater der Kinder, die gemeinsame Tochter vergewaltigt zu haben. Des Weiteren habe er ihre Autoreifen aufgeschlitzt, damit sie und die Kinder sterben.

Zweifellos konnte festgestellt werden, dass diese Vorwürfe nicht der Wahrheit entsprachen.

Bedingt durch die ständigen Beeinflussungen der Mutter, gestalteten sich die betreuten Begegnungen der Kinder mit Ihrem Vater zunehmend schwierig. Sie verweigerten nach und nach jeglichen Körperkontakt und beteuerten, nur die Mutter zu lieben. Die Mutter hatte dennoch panische Angst, die Kinder an den Vater zu verlieren, sie betrachtete sie als ihren persönlichen Besitz und entwickelte paranoide Vorstellungen.

So unterstellte sie dem Kindsvater, den Richter im Sorgerechtsverfahren bestochen zu haben.

Am Morgen des 09.Mai 2009 sollte der Vater die Kinder zum gemeinsamen Wochenende abholen, als die Tür jedoch nicht geöffnet wurde, verständigte er die Polizei. Diese brach die Tür auf und fand die beiden Kinder tot in der Badewanne, die Mutter hatte sich vergeblich versucht das Leben zu nehmen und sich anschließend in das Kinderbett ihrer inzwischen toten Tochter gelegt.

Später sagte die Mutter aus, sie habe die Kinder am Vorabend in die Badewanne gelockt und sei mit ihnen gemeinsam unter Wasser getaucht. Der Tod wäre schnell eingetreten. Untersuchungen widerlegten diese Aussage jedoch, denn vor der Badewanne wurden Spuren von Erbrochenem gesichert. Annabelle ist zwischendurch aufgetaucht und erneut unter Wasser gedrückt worden. Der Todeskampf der beiden kleinen Kinder muss demnach mehrere Minuten angedauert haben.

Gerichtsurteil:
In der Verhandlung stellte die Mutter den Mord an ihren Kindern als Verzweiflungstat dar und schilderte, ihr toter Vater hätte zu ihr gesprochen. Das Gericht glaubte ihr nicht und verurteilte sie, am 22. September 2009, wegen zweifachen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe.