Gero

Dies ist die Geschichte des kleinen Gero, der am 21.05.2010 in Weiden (Oberpfalz), im Alter von acht Monaten verstarb.

Gero wurde am 01.09.2009 als gesunder Junge zur Welt gebracht.

Doch schon während der Schwangerschaft war er ungewollt. Seine Mutter dachte über Abtreibung und Adoption nach. Sie ließ sich bereits alle erforderlichen Dokumente geben. Denn auch schon vor ihrer eigenen Schwangerschaft ließ sie immer wieder verlauten, dass sie eine Abneigung gegen Kinder hat. Diese waren für sie nur „lachende Kinderfratzen“, „widerlich“ und „Schreibabys“. Was genau sie allerdings schließlich dazu brachte, ihren Entschluss der Adoption rückgängig zu machen, ist unklar.

Sie erzählte dem Vater von Gero mehrfach, er habe ihr Leben, und das Kind ihren doch vor der Schwangerschaft so makellosen Körper zerstört.

Sie fand ihren Sohn hässlich, die Geburt sei der größte Schock ihres Lebens gewesen. Sie entwickelte keine Liebe zu ihrem Sohn, sondern nur Hass. Daher wurde Gero auch nur mit dem Nötigsten versorgt, gekuschelt wurde nie mit ihm, das war seiner Mutter zuwider. Auch hielt sie sich mit abfälligen Bemerkungen über ihren Sohn nicht zurück.

Ein ruhiger Junge soll Gero gewesen sein. Am 21.05.2010 bahnte sich jedoch ein neues Zähnchen an, Gero weinte. Dies nahm seine Mutter zum Anlass, ihrem kleinen Sohn einen Pullover ins Gesicht zu drücken und ihm die Nase zu zuhalten. Später habe sie ihn gewürgt, bis der kleine Körper, nach 30 minütigem Todeskampf, geschwächt aufgab.

Die Mutter ging sich daraufhin Zigaretten holen, schlief, sah TV, benutzte das Bad, in dem Gero auf der Waschmaschine abgedeckt lag. Sie empfand keinerlei Reue, ging ihrem Leben nach als hätte Gero nie existiert.

An Pfingsten wollte Geros Vater, der von der Mutter getrennt lebte, seinen Sohn für einen Besuchstermin abholen. In der Wohnung deutete Geros Mutter auf die Badezimmertür und sagte nur „the worst case“!

Der Vater fand seinen kleinen Sohn tot und unberührt auf der Waschmaschine. Dort lag er bereits seit drei Tagen.

Er informierte die Polizei, die Mutter zeigte sich geständig und sagte beim Eintreffen der Beamten ungerührt:

Ich fühle mich jetzt befreit“ und „Ich möchte noch mal erwähnen, dass es mir nicht leid tut, dass ich meinen Sohn getötet habe.“ Quelle: mercur-online, 17.12.2010

Ein Polizeibeamter fragte die Beschuldigte:

“Wie fühlt sich das an, einen Menschen umgebracht zu haben?” Sie antwortete: “Ich fühle mich nicht, als hätte ich einen Menschen umgebracht. Ich habe das Ding weggemacht.” Quelle: owz-online.de, 18.12.2010

Gerichtsurteil:
Am 23.12.2010 wurde die Mutter zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe wegen Mordes verurteilt.

Gegenüber einem Gefängnis-Psychologen sagte die Mutter aus:

„Das Kind hat meinen Körper ruiniert.“
„Ich habe es dafür gehasst. Es war ekelhaft, das Kind anzufassen, zu waschen. Das Kind umzubringen war für mich seit langem entschieden.“ Quelle: rtl.de, 23.12.2010

Daher sahen die Richter das Mordmerkmal des niedrigen Beweggrundes als erfüllt an.