Mädchen-24. November 2009

Dies ist die Geschichte eines fünf Wochen jungen Mädchens aus Augsburg, dessen kurzes Leben am 24. November 2009 ein Ende nehmen musste.

Die 29- jährige Mutter des kleinen Mädchens war an dem Vormittag, an dem ihre Tochter starb, nicht zuhause. Der zu diesem Zeitpunkt 26-jährige Vater hatte die Betreuung des gemeinsamen Kindes übernommen. Als das fünf Wochen junge Mädchen seinem Vater durch Weinen mitteilen wollte, dass es etwas benötige, fühlte sich dieser so sehr genervt, dass er seine kleine Tochter heftig schüttelte. Weil sie im Anschluss ruhig war, legte er sein Baby zurück in sein Bettchen.

Am späten Nachmittag kehrte die Mutter des Mädchens zurück und fand ihre Tochter leblos in ihrem Kinderbettchen auf. Sie rief sofort den Notarzt, doch dieser konnte nur noch den Tod des kleinen Mädchens feststellen.

Gegen den Vater erging Haftbefehl wegen Totschlags.

Gerichtsurteil:
Im Juni 2010 wurde der Vater zu neun Jahren und neun Monaten Haft wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Er war zum Großteil geständig, er bestritt aber eine Tötungsabsicht. Seine Tochter sei ein Wunschkind gewesen. Der Vater schilderte, dass er das Mädchen nur leicht schüttelte um es zu beruhigen. Laut Richter, wollten weder er noch die Mutter etwas von „heftigem Schütteln“ hören. Jedoch wurde auch festgestellt, dass das kleine Baby zweimal geschüttelt worden sein muss, einmal in der Nacht und dann noch einmal tagsüber, als die Mutter nicht zuhause war.